Der erste Eindruck – wie du souverän im Vorstellungsgespräch auftrittst

Anlässlich der Jobmesse München am 23./24.01.16 habe ich meine Standpartnerin und Stil- und Imageberaterin, Frau  Kerstin Kuner um diesen wertvollen Gastartikel gebeten:

Ihre Bewerbungsunterlagen sind perfekt. Sie haben ein aktuelles Foto von sich machen lassen und nun steht der Vorstellungstermin an. Die gleiche Sorgfalt, die Sie für ihre Unterlagen verwandt haben, sollten Sie nun auf ihre Kleidung und Körpersprache lenken.

Wir werden zuerst gesehen (55% das Visuelle), dann gehört (38% der Klang der Stimme) und dann vielleicht verstanden (7% das Verbale). Erst nach! diesem ersten Eindruck haben wir die Chance, unsere Persönlichkeit, und unsere Kompetenz zur Geltung zu bringen.

 

Legen Sie eine Checkliste an

Melden Sie sich rechtzeitig beim ihrem Friseur an. Dunkel oder graue Haaransätze sehen ungepflegt aus. Ist die Kleidung, die Sie tragen wollen, in einem top Zustand? Bedenken Sie, dass die Reinigung einige Tage dauert. Prüfen Sie ob die Absätze ihrer Schuhe noch gerade sind. Legen Sie Wert auf ein gepflegtes und angenehmes Äußeres. Oft sind es Kleinigkeiten, die einen positiven Eindruck innerhalb von Sekunden zunichte -machen.

Wie gelangen Sie zu dem Unternehmen. Planen Sie genügend Zeit ein. Pünktlichkeit hat erste Priorität.

 

Recherchieren Sie den vorherrschenden Dresscode des Unternehmens

Dresscodes dienen soziologisch dazu, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe auszudrücken

und Sie werden unter Gleichgesinnten entsprechend positiv wahrgenommen.

Gibt es einen beruflichen Dresscode, so sind dennoch, wenn auch eingeschränkt, individuelle Interpretationen möglich.

 

Vorsicht bei der Farbwahl

Die Farben sollten auf die Haar- und Augenfarbe sowie auf den Teint abgestimmt sein.

Bei der Farben Ihres Anzugs oder Kostüms zählen Blau, Grau, Braun, Anthrazit und Schwarz zu den Businessfarben. Je nach Umgebung kann diese Vorgabe entsprechend streng oder locker ausgelegt werden. So gelten in der Finanzwelt andere Regeln als in der Werbebranche. Orientieren Sie sich hier an den Outfits gutgekleideter Kollegen_Innen.

Hosenanzüge oder Kostüme für Damen dürfen ruhig etwas von dieser Farbskala abweichen. Auch eine bunte Bluse kann mit einem Kostüm in gedeckter Farbe kombiniert werden. Statt zur Bluse können Frauen alternativ zu einem hochwertigen T-Shirt greifen.

 

Achten Sie darauf, dass Ihnen ihre Kleidung auch passt!

Eine Bluse, die über der Brust spannt, wirkt nicht gerade vorteilhaft. Die Ausschnitttiefe sollte nicht zu tief sein. Auch zu enge Hosen, unter denen sich der Slip abzeichnet machen keine gute Figur. Tragen Sie Kleidung in Ihrer Größe. Das heißt: passende Ärmellänge von Jacken, Sakkos und Blazern bis zur Handwurzel. Passende Hosenlänge bis kurz vor dem Boden, Rocklänge Knie umspielend. Lassen Sie Ihre Hosen-, Rock- und Ärmellängen fachgerecht kürzen.

Das Hemd oder die Bluse sollte ca.1cm darunter hervorschauen. Wer Krawatte trägt, sollte den obersten Hemdknopf schließen und den Krawattenknoten auch bis nach oben zuziehen. Die Krawattenspitze endet bei der Gürtelschließe. Bei Hosen, die eine Bügelfalte haben, unbedingt auf eine akkurate Bügelfalte achten.

Ihr Stil sollte authentisch wirken und keine Verkleidung sein – bleiben Sie sich selbst treu!

 

Accessoires – weniger ist mehr

Nicht mehr als fünf Teile! Uhren und Schmuck sollten nicht zu auffällig sein. Mit unseren Accessoires können wir unser Outfit komplettieren und akzentuieren. Achten Sie bei der Farbwahl auch darauf, dass z.B. der Gürtel und die Schuhe die gleiche Farbe haben.

Die Schuhe bestimmen den Gesamteindruck Ihres Outfits. Stillos dagegen sind zehenfreie Sandalen. Tragen Sie keine  Nylonstrümpfe- oder Strumpfhosen mit Laufmaschen, Löchern oder durchgescheuerten Fersen. Männersocken sollten lang genug sein damit das beharrte Bein nicht zu sehen ist.

Auffällige Piercings und Tattoos sind nicht von jedem Arbeitgeber gewünscht.

 

Ein gepflegter Allgemeinzustand rundet das Bild ab

Die hygienischen Düfte, wie Schweiß und Mundgeruch sollten auf jeden Fall vermieden werden. Ein dezentes Make-up, eine gepflegte Frisur, die die Gesichtsform unterstreicht und  gepflegte Fingernägel sind unerlässlich.

 

Zeigen Sie Präsenz durch eine aufrechte und offene Körperhaltung

Was wir sagen unterstützen wir durch unsere Gestik und Körperhaltung. Körpersprache wirkt wie ein Spiegel unserer selbst und kann nicht lügen. Eine eher aufrechte und vorwärts gerichtete Körperhaltung und eine offene Gestik vermitteln Interesse, Aufgeschlossenheit und Präsenz.

Stellen Sie sich den Verlauf des Gesprächs vor wie ein Drehbuch beim Film. Versetzen Sie sich in eine positive Haltung zu sich selbst und der Situation. Zu einer gelungenen Begrüßung gehört neben einem kräftigen Händedruck auch der Blickkontakt  verbunden mit einem freundlichen Lächeln. Gehen Sie mit angemessenem Schritt auf ihren Gesprächspartner zu.

Die Hände sind neben der Mimik die ausdrucksstärksten Kommunikationsmittel. Mit ihnen unterstreichen wir das Gesagte bildhaft und können so andere von uns überzeugen.

 

Gut stehen und einen Standpunkt haben

Der optimale Stand ist hüftbreit und wir sind locker in den Knien. Die Fußspitzen sind geradeaus gerichtet. Das Becken befindet sich in der Mitte. Die Schultern sind gerade, das Kinn ist etwas erhoben. Kopf, Hals und Wirbelsäule bilden eine gerade Linie. So signalisieren Sie, dass Sie einen Standpunkt haben, zu ihren Fähigkeiten stehen und Herausforderungen annehmen.

 

Die Stimme ist unsere Visitenkarte

Es geht dabei nicht um den Inhalt der Worte, sondern darum wie sie gesprochen werden. Variieren Sie das Tempo und setzen Sie mit der Lautstärke Akzente.

Wer motivieren oder andere von etwas überzeugen will, sollte stärker modulieren. Eine flüssige und deutliche Sprechweise, keine zu hohe Stimme und kurze, verständliche Sätze erleichtern die Kommunikation. Wer richtig artikuliert, wird auch besser verstanden und unser Gegenüber wertet das, was wir sagen auf. Die Stimmigkeit zwischen dem Inhalt unserer Worte und den nonverbalen Botschaften trägt wesentlich zur gelungenen Kommunikation bei. Achten Sie darauf, dass Sie vor dem Gespräch genug trinken und ihre Stimmbänder durch summen in Schwingungen versetzt haben. Das minimiert den „Frosch im Hals“

Viel Erfolg! Ich freue mich über Ihre Erfahrungsberichte hier im Blog!

Ihre Kerstin Kuner

kerstin-kuner-foto.256x256

Image-, Stil- und Mentaltrainerin Kerstin Kuner,  www.infit-outfit-konzept.de, gibt seit nunmehr 7 Jahren ihr Beratungskonzept “Zufrieden, selbstsicher und präsent in Studium und Beruf” an Personen weiter, die wirkungsvoller auftreten und sich selbstsicherer präsentieren möchten, um für den nächsten Karriereschritt vorbereitet zu sein, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen wollen und um eigene Ideen und Projekte besser durchzusetzen.

 

Leave A Response

14 − 7 =

*

* Denotes Required Field